Geschäftsmann beim Whitepaper erstellen

Whitepaper erstellen: 5 Top-Tipps zum Erfolg

Im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie mit einem einhergehenden Informationsüberfluss müssen Sie dem Bedürfnis nach zielgenauem Wissen nachkommen. Gerade im Rahmen von Unternehmens- und Kaufentscheidungen sollten Informationen sofort bezogen werden können. Eine Lösung für eine gezielte Informationsbeschaffung für potenzielle Kunden ist hier das sogenannte Whitepaper. Eine Studie des Content-Marketing-Institut belegt, dass bereits 86 % der Befragten im B2B-Bereich bereits Content-Marketing für sich nutzen und davon 68 % auf die Vermarktung von Whitepapers setzen. Sie können Ihre Werbebotschaft also auch mit didaktischen Instrumenten vermitteln. Das Whitepaper besticht als eine Marketingstrategie, die Vertrauen und Mehrwert schafft. Im folgenden Ratgeber präsentieren wir Ihnen fünf Tipps für die Erstellung eines erfolgreichen Whitepaper.

Lesezeit: 5 minutes

Publiziert: 04.05.2017

0 Kommentare

Whitepaper erstellen: Expertenwissen kommunizieren

Herkömmliche und vor allem auffällige Werbemittel genießen bei vielen Verbrauchern keinen guten Ruf. Potenzielle Kunden erwarten heute aussagekräftige sowie leicht zugängliche Informationen. Sie reagieren positiver auf informatives Marketingmaterial, da sie als intelligent und gleichgestellt wahrgenommen werden wollen. Gerade im B2B-Bereich muss sich Ihr Unternehmen als Experte im Markt positionieren, damit es im Wettbewerb mit konkurrierenden Firmen bestehen kann. So ist eine zielorientierte und vor allem detaillierte Whitepaper-Planung von elementarer Bedeutung. Folgende Schritte sollten dabei beachtet werden.

 

1. Zielgruppe: Wen möchten Sie erreichen?

Zu Beginn Ihrer Planung sollten Sie sich Ihrer anvisierten Zielgruppe bewusst sein. Definieren Sie diese genau, damit Sie diese bei der Herstellung des Contents stehts im Hinterkopf behalten. Nicht immer schauen direkt Geschäftsführer oder Projektleiter über ein Whitepaper, sondern überlassen das zum Beispiel Kollegen aus den Bereichen Marketing und Public-Relations. Jedes Zielpublikum hat eigene, spezifische Bedürfnisse, die es zu erfüllen gilt. Deshalb begrenzen Sie Ihre Leserschaft nicht direkt im Vorhinein. Ein zu breit gedachtes Whitepaper, welches gleichzeitig eine zu große Produktpalette aufzeigt, spricht eine kleinere Leserschaft an.

Zusammenfassend sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Wen möchten Sie erreichen?
  • Welche Position hat Ihr Leser innerhalb eines Unternehmens?
  • Was möchten Sie diesem mitteilen?

Sie sind Unternehmer und möchten von den besten Tipps von Experten profitieren?

Holen Sie sich jetzt das kostenlose E-Book:
Erfolgreiches Offline Marketing
!

Download

 

2. Themenfindung: Was möchten Sie mitteilen/aussagen?

Für die richtige Themenfindung sollten Sie sich das Bedürfnis Ihrer Leserschaft beziehungsweise Ihrer Kunden vor Augen halten. Was ist für Ihre potenziellen Kunden wichtig genug, damit sich diese mit dem Thema näher beschäftigen wollen. Im Vordergrund steht hier der Slogan: Qualität vor Quantität.

  • Kennen und definieren Sie die Bedürfnisse Ihrer Empfänger.
  • Begegnen Sie mit Content gezielt diesen Bedürfnissen.
  • Geben Sie Tipps, Lösungsvorschläge und Entscheidungshilfen.

Ebenso sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Worin ist Ihr Unternehmen Experte?
  • Was haben Sie für spezielle Bedürfnisse, welche Sie mit Lösungsvorschlägen Ihren Verbrauchern mitteilen können?

Diese Fragen können Sie gezielt angehen. Das schafft eine enge Verbindung mit Ihren Verbrauchern und verleiht Ihrem Unternehmen Transparenz und Vertrauen. Ist der Content gut und relevant, wird Ihr Whitepaper von Lesern innerhalb Ihrer Zielgruppe gerne weiterempfohlen.

 

3. Inhalt und Struktur: Lesen leicht gemacht

Sie haben Ihr Zielpublikum und die gewünschte Thematik festgelegt. Sie sollten Ihr Whitepaper nicht zu breit fächern. Halten Sie das Thema eng und beleuchten Sie weitere Aspekte eher in einem neuen Whitepaper. Der Mehrwert steht hier klar im Vordergrund. Sie sollen als Experte fungieren und Ihr Wissen kompakt und gut strukturiert weitergeben. Das klassische Whitepaper umfasst 10 bis maximal 30 Seiten.

Nicht jeder Rezipient hat Zeit, den kompletten Text zu lesen. Das sollten Sie bezüglich der inhaltlichen Struktur berücksichtigen:

  • Wählen Sie einen aussagekräftigen und vor allem ansprechenden Titel.
  • Halten Sie die Sätze kurz und knapp.
  • Arbeiten Sie mit Aufzählungen und Zwischenüberschriften.
  • Bleiben Sie beim Sprachgebrauch sachlich.
  • Vermeiden Sie jedoch Fachchinesisch.
  • Achten Sie auf Qualität vor Quantität.
  • Arbeiten Sie visuell: Bilder und Grafiken vereinfachen das Verstehen eines Sachverhalts.

 

4. Call-to-Action: Konkrete Handlungsaufforderung an den Kunden

Der Schluss Ihres Whitepaper sollte eine Handlungsaufforderung an Ihren Leser beinhalten. Sprechen Sie ihn direkt an. Nachdem das Whitepaper gelesen wurde, ist der Kunde (im Idealfall) tief im Thema verankert und hat einen Lösungsvorschlag für das thematisierte Problem erhalten.

Beim Call-to-Action sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Leser nicht plump aus dem Lesefluss hinausgeworfen wird. Gehen Sie also nicht in eine offensive Werbesprache über. Geben Sie lediglich einen Impuls für das gewünschte Handeln.

  • Sie sollten bereits zu Anfang wissen, was Sie bei Ihren Kunden erreichen wollen.
  • Die Handlungsaufforderung sollte dem Lösungsansatz entsprechen.
  • Geben Sie einen Impuls in die richtige Richtung.

Sie sind Unternehmer und möchten von den besten Tipps von Experten profitieren?

Holen Sie sich jetzt das kostenlose E-Book:
Erfolgreiches Offline Marketing
!

Download

 

5. Content-Seeding: Bringen Sie Ihr Whitepaper zu Ihren potenziellen Kunden

Das Whitepaper muss nun an die auserwählte Leserschaft vermittelt werden. Viele Unternehmen bieten ihr Whitepaper im PDF-Format auf der eignen Website an. Das Whitepaper kann mit einem Klick schnell und kostenlos heruntergeladen werden. Zwecks Lead-Generierung sollte vor dem Download auf der eigenen Unternehmeswebsite ein Kontaktformular vom Interessenten ausgefüllt werden. Dies ermöglicht wertvolle Kontakte für die Adressbestände, aus denen sich neue Kunden gewinnen lassen.

Zudem hat das digitale Format einen immensen Vorteil: Es kann schnell mit einem großen Publikum geteilt werden. Dies kann im besten Fall vom Verbraucher ausgehen. Das heißt, dass dieser freiwillig das Whitepaper an seine Kontakte weiterempfiehlt oder auf der eigenen Plattform teilt. Oder Ihr Unternehmen „streut“ den Content selbst gezielt im Netz. Hierbei recherchieren Sie Websites, Foren und/oder Blogs, die inhaltlich gut zu Ihrem Content passen. Jedoch fordern die meisten externen Plattformen eine finanzielle Entlohnung.

Weitere digitale Verbreitungsmöglichkeiten sind unter anderem:

  • Newsletter
  • Blogeinträge
  • Onlinefachforen
  • Social-Media-Kanäle

Das gezielte Seeding zusammengefasst:

  • Planung ist das A & O: Nur ein gezieltes Seeding führt zum Erfolg.
  • Verwenden Sie Kontaktformulare auf Ihrer Firmenwebsite zur Lead-Generierung.
  • Bedienen Sie sich der Plattformvielfalt des Internets zur Verbreitung Ihres Contents.
  • Nutzen Sie auch Printformate.

 

Fazit

Das Whitepaper gehört zum Educational-Marketing (= lehrreiches Marketing). Die Vermittlung komplexer Inhalte übt eine große Überzeugungskraft aus. Wenn Ihre Kunden durch das Lesen des Whitpaper mit neuen Erkenntnissen versorgt und geschult wurden, überzeugen Sie diese von Ihrer Expertise. Ihr Unternehmen kann sich als Experte positionieren und damit eine hohe Glaubwürdigkeit generieren. Das schafft Vertrauen und bindet den Verbraucher an Ihr Unternehmen.

Zudem können Sie durch überzeugende Inhalte an Reichweite gewinnen. Zufriedene Rezipienten werden Ihr Whitepaper weiterempfehlen und teilen. Schaffen Sie stetig neuen und vor allem qualitativ hochwertigen, aktuellen Content und Sie werden eine treue Verbraucherschaft gewinnen.

Diesen Artikel bewerten:

1

Bewertung

[ssba]

Autor

Jonas Keller
Jonas Keller

Jonas Keller ist freiberuflicher Redakteur. Er hat einen Masterabschluss im Fachbereich Business Administration und schreibt aktuell an seiner Doktorarbeit zum Themenschwerpunkt Sales Management. Nebenbei unterstützt er die Redaktion des B2B Magazins in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

Weitere Kommentare einblenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meistgelesene Artikel...