Geschäftsmann erstellt B2B-Blog

So etablieren Sie Ihren B2B-Blog: 7 Tipps zum Erfolg

Viele Firmen gehen mit ihrer Unternehmenskommunikation ins World Wide Web. Neben der unternehmenseigenen Website setzen immer mehr auf einen eigenen B2B-Blog. Laut einer Studie von fob marketing zur Messung der Glaubwürdigkeit von Unternehmensblogs gegenüber anderen Informationsquellen sprechen die Befragten den Corporate-Blogs mehr Glaubwürdigkeit zu als den eigentlichen Unternehmenswebsites.

Lesezeit: 6 minutes

Publiziert: 24.05.2017

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Um im Wettkampf mit konkurrierenden Unternehmen bestehen zu können, müssen Sie Ihre potenziellen Kunden direkt und persönlich ansprechen. Dies können Sie mit einem eigenen B2B-Blog realisieren. Der folgende Ratgeber zeigt Ihnen sieben Tipps, wie Sie Ihren B2B-Unternehmensblog erfolgreich etablieren können.

 

Mit einem B2B-Blog zum Unternehmenserfolg

Gerade im B2B-Bereich, in dem immer mehr Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen den globalen Markt erobern wollen, ist es für Firmen wichtig, konstant neue Leads zu generieren. Neue Interessenten von sich zu überzeugen und zu gewinnen, ist ein sehr komplexer Prozess.

Ein nützliches Tool für eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation ist ein Blog. Hier können Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht geben und Kunden sowie Geschäftspartner direkt ansprechen. Ein eigener B2B-Blog bietet weitere Vorteile:

  • kostengünstiges Kommunikationsinstrument
  • direkte Kundenansprache
  • Dialogöffnung mit dem Kunden
  • Vertrauen durch Transparenz und Persönlichkeit
  • Verbesserung des Unternehmensimages
  • Präsentation von Unternehmenszielen
  • Mehrwertbereitstellung für den Kunden
  • Darstellung des Unternehmens als Branchenexperte
  • systematische Erfassung und Messung des Blog-Traffics

Zunächst sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was soll mit dem B2B-Unternehmensblog erreicht werden?
  • Soll der Blog intern oder extern genutzt werden?
  • Welche Art von Unternehmensblog (Service-Blog, Krisen-Blog, Produkt-Blog etc.) soll veröffentlicht werden?

Die Vielfalt von Blogs verdeutlicht folgende Grafik:

Grafik: Arten von Unternehmensblogs

 

Ein Blog kann für Ihre Unternehmenskommunikation neue Türen öffnen. Sie können ein Diskussionsforum auf dem Blog einrichten, auf dem Ihre Leserschaft offen Kritik äußern oder Anregungen geben kann. Hier verbergen sich jedoch auch Risiken: Sie sollten sich sicher sein, welche Themen online diskutiert werden können. Bei unüberlegten Einträgen kann sich eine negative Eigendynamik entwickeln und im schlimmsten Fall zu einem Shitstorm ausufern.

Auch für Ihr Unternehmensimage kann ein B2B-Blog von Vorteil sein. Viele Printmedien versorgen sich heute mit Informationen aus den Inhalten von unternehmenseigenen Blogs. Sie steuern selbst die Inhalte auf Ihrem B2B-Blog und können auf die Berichterstattung über Neuerungen oder Veränderungen in Ihrem Unternehmen Einfluss nehmen.

Mit den folgenden 7 Tipps wird Ihr Unternehmensblog ein Erfolg:

 

1. Vorbereitung

Beginnen Sie mit der Bildung einer eigenen Redaktion für den B2B-Blog und ernennen Sie Verantwortliche nach Aufgaben und Qualifikationen. Falls es nicht möglich ist, die Redaktion mit internen Mitarbeitern zu besetzen, wenden Sie sich an externe Autoren. Diese bringen journalistische Fähigkeiten mit, die Ihren B2B-Blog mit der geforderlichen Qualität aufwerten. Trotzdem sollten eigene Mitarbeiter an der Erstellung der Texte beteiligt werden, damit der Blog die Persönlichkeit Ihres Unternehmens aufnehmen und richtig darstellen kann.

Planen Sie frühzeitig erste Sitzungen zum gemeinsamen Brainstormen ein und erarbeiten Sie einen festen Redaktionsplan. Achten Sie auf einen realistischen Zeitplan, den Sie einhalten können. Der Unternehmensblog sollte keinen zusätzlichen Stressfaktor zu Ihren eigentlichen Aufgaben bilden. Sie sollten eine Anzahl von Texten in der Hinterhand behalten, damit Sie im Fall von Ausfällen der Mitwirkenden keine Durststrecke in Ihrem Blogfluss haben.

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2. Zielsetzung

Legen Sie bei der Erarbeitung Ihres B2B-Blogs klare Ziele fest:

  • Was soll der B2B-Blog aussagen?
  • Welche Themen sollen behandelt werden?
  • Welchen Mehrwert sollen die Themen der Leserschaft bieten?
  • Wie soll sich das Unternehmen nach Außen darstellen?

 

3. Zielgruppe

Wenn die Zielsetzung abgeschlossen ist, ist eine Zielgruppe meist schon in dieser verankert. Sie sollten Ihr Zielpublikum genau erfassen und allen beteiligten Mitarbeitern jene mitteilen. Das exakte Bestimmen dieser Personengruppen ist für Ihre Inhalte elementar. Bereits die Anrede Ihrer Leserschaft mit „DU“ oder „SIE“ muss im Vorfeld geklärt werden.

 

Mitarbeiter planen B2B-Blog

Bei der Erstellung und kontinuierlichen Pflege Ihres B2B-Blogs sollten Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe stets bedenken.

 

4. Contentplanung

Versetzen Sie sich bei Ihrer Contentplanung in Ihr Zielpublikum. Welche Themen interessiert meine Leserschaft? Welchen Mehrwert kann ich ihr bieten? Diese Fragen gilt es zu beantworten und im besten Fall zu erfüllen. Leser eines Corporate-Blogs erwarten einen relevanten Nutzwert der Inhalte sowie Linksetzungen mit Mehrwert. Achten Sie auf die Aktualität Ihres Contents und korrekte Quellenverweise.

Setzen Sie bei der Themenwahl auf Variationen. Ansonsten kann Ihr Blog schnell eintönig und langweilig wirken. Mit einer größeren Auswahl an verschiedenen Themengebieten können Sie ein breiteres Publikum ansprechen.

Personalisieren Sie Ihren B2B-Blog durch Insiderwissen. Berichten Sie aus Ihrem Unternehmensalltag und arbeiten Sie mit Mitarbeiterinterviews. Dies schafft Transparenz und bindet Leser an Ihr Unternehmen. Zudem können Sie den jeweiligen Autoren ein Gesicht geben. Entweder fügen Sie nach dem Text ein Bild und/oder Namen des Autoren ein. Oder Sie setzen einen Link zu einem persönlichen Steckbrief der Schreiber.

 

5. Seeding

Damit Ihr B2B-Blog gerade zu Beginn gefunden wird, sollten Sie Ihre Inhalte gezielt im Netz streuen. Durch Suchmaschinenoptimierung können Sie Ihr Google-Ranking erhöhen. Setzen Sie gezielte Keywords ein – Wörter, die bei Ihrer Thematik am häufigsten in Suchmaschinen gesucht werden. So findet Sie Ihr Zielpublikum schneller.

Ein weiterer Schritt sind Linksetzungen auf Ihrem B2B-Blog. Diese binden andere Inhalte in Ihren Fließtext mit ein. Achten Sie darauf, sie passend auszuwählen. Andernfalls wirkt der Text schnell überladen und unprofessionell. Geben Sie den Lesern eine Option zum Teilen mithilfe des „Share-Button“. Mit diesem Tool können Sie auf eine virale Verbreitung innerhalb des Internets hoffen.

 

6. Blogger-Relations

Eine weitere wertvolle Verbreitungsmöglichkeit für Ihren B2B-Blog sind die Blogger-Relations: Sie vernetzen sich mit anderen Blogs und Kontakten und tauschen sich aus. Sie sollten sich auf themenverwandten Blogs bewegen, da sich dort Ihr Zielpublikum aufhält. Zudem können Sie durch Verlinkungen auf anderen Blogs Ihre Sichtbarkeit erheblich erhöhen.

 

7. Blog-Monitoring

Um den Fortschritt Ihres Blogauftritts analytisch festhalten zu können, gibt es das sogenannte „Blog-Monitoring“. Verschiedene Tools messen und werten den Traffic und Erfolg Ihres Blogs aus. Ein bekanntes Tool ist Google Alerts. Hier können Sie den Traffic auf Ihrem B2B-Blog analysieren und werden automatisch per E-Mail über neueste Google-Ergebnisse benachrichtigt. Zudem können Sie die Resonanz Ihrer Leser auf die einzelnen Texte beobachten und zeitnah darauf reagieren.

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Fazit

Für Ihre Unternehmenskommunikation bietet ein eigener Unternehmensblog eine kostengünstige und schnelle Vertriebs- und Kommunikationsplattform. Er ermöglicht einen aktiven Austausch mit Ihrem Zielpublikum. Animieren Sie Ihre Leserschaft zum Handeln, indem Sie auf Kommentare reagieren und stets positiv antworten. Für eine Vernetzung mit und Etablierung innerhalb Ihrer Branche können Sie sich auf inhaltsähnlichen Seiten mit Expertenwissen in den Kommentaren beteiligen.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht einem erfolgreichen B2B-Blog nichts mehr im Wege.

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Autor

Jonas Keller
Jonas Keller

Jonas Keller ist freiberuflicher Redakteur. Er hat einen Masterabschluss im Fachbereich Business Administration und schreibt aktuell an seiner Doktorarbeit zum Themenschwerpunkt Sales Management. Nebenbei unterstützt er die Redaktion des B2B Magazins in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

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