Grafik-Designer bei der Anzeigengestaltung

Anzeigengestaltung im B2B-Bereich: Tipps für eine erfolgreiche Erstellung

Anzeigen gehören zum festen Bestandteil eines erfolgreichen Marketing-Mixes. Die Vielzahl an Onlineanzeigen ist gewaltig, aber auch Printmedien sollten in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden. Doch was macht eine gelungene Anzeige aus? Ziele müssen definiert und Medien ausgewählt werden. Im nächsten Schritt geht es an die inhaltliche und optische Gestaltung der Anzeige. Die folgenden 6 Tipps helfen Ihnen dabei, Werbungen im Anzeigenformat zu schaffen, die Aufmerksamkeit beim Leser erzeugen, die Botschaft korrekt transportieren und das Kaufinteresse wecken.

Lesezeit: 6 minutes

Publiziert: 04.05.2017

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Online oder Print? Die Mischung macht’s!

Im Zuge der Digitalisierung der Werbung nehmen Onlineanzeigen einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Surfen ohne Werbung? Das ist kaum noch denkbar. Charakteristisch für Onlinewerbung sind die zahlreichen Anzeigenformate wie Skyscraper, Content-Banner oder Randspalten. Aufmerksamkeit wird durch Bewegung erzeugt, bezahlt wird nach Klicks. Es scheint, als würden Onlineanzeigen jegliche Anforderungen an zielgruppenspezifische Werbemaßnahmen erfüllen. Jedoch sollten Sie die Relevanz von Printanzeigen nicht unterschätzen. 81 % der B2B-Entscheider nutzen gedruckte Fachzeitschriften zur Informationsgewinnung. Printanzeigen sollten daher ein wichtiger Bestandteil für Ihren erfolgreichen Marketing-Mix sein.

Grafik zur Nutzung von B2B-Informationsquellen - Anzeigengestaltung

 

Diese Größen sind entscheidend: Ziele, Formate, Klicks

Wer Werbeanzeigen erstellen und schalten möchte, sollte zunächst definieren, welche Ziele mit der Schaltung erreicht werden sollen. Nach Möglichkeit sollten die Verkaufs- und Werbeziele sehr konkret sein, um das ideale Werbeformat auszuwählen und dies bei der Anzeigengestaltung berücksichtigen zu können. Um festzustellen, ob eine Anzeige ihr Ziel erfüllt hat, können online spezielle Tracking-Maßnahmen genutzt werden. Für Printanzeigen können Klickzahlen beispielsweise über die Einrichtung einer eigenen Landingpage überprüft werden. Das Resultat dieser Daten sollte als Richtwert für die nächste Anzeige fungieren. Aber wie sieht eine gelungene Anzeige aus? Und was sollte sie beinhalten?

 

Erfolgreiche Anzeigen erstellen: Worauf kommt es an?

Durch einen speziellen Aufbau sollte eine Anzeige, egal ob gedruckt oder online, das Interesse potenzieller Kunden wecken. Sie sollte schnell und unkompliziert verdeutlichen, was angeboten wird. Ein harmonisches Zusammenspiel von Bild und Text ist die Basis einer gelungenen Anzeige. Zudem sollte sie:

  • Auffallen: Durch einen starken visuellen Reiz wird Aufmerksamkeit erzielt.
  • Aktivieren: Ein Spannungsbogen lädt zum Weiterlesen ein.
  • Transferieren: Die ideale Anzeige leitet den potenziellen Kunden zum Kauf.

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Erfolgreiche Anzeigengestaltung: Mit diesen 6 Tipps erreichen Sie die gewünschten Ergebnisse

Aufbau gut durchdenken

Wenn es darum geht, Inhalte auf einer Anzeige anzuordnen, ist die Leserichtung der Rezipienten entscheidend. Diese verläuft bei Texten von links nach rechts, bei Annoncen aber häufig von oben nach unten. Experten empfehlen daher, die Überschrift unter ein Bild zu setzen, da sie dann mehr Beachtung erhält. Bei Seiten, die nicht gezielt Aufmerksamkeit erzeugen, sondern eher schlicht wirken, fällt der erste Blick zumeist auf den Abschnitt oberhalb der Mitte. In einer Textanzeige sollte hier also das stärkste Argument zu finden sein, darunter folgen idealerweise weiterführende Informationen. Damit der Lesefluss gefördert wird, treten zwischen Headline und Copy nach Möglichkeit keine grafischen Barrieren auf. Texte sollten unter oder rechts neben dem Visual stehen, können aber auch in das Bild integriert werden. Bei Printanzeigen gilt in der Marketingbranche das bewährte Muster „Bild – Headline – Text“ noch immer als empfehlenswert, da Rezipienten diesen Aufbau beim Sichten zahlreicher Anzeigen gelernt haben und ihn mittlerweile sogar erwarten.

Logo korrekt platzieren

Ein zentraler Bestandteil von Printanzeigen ist das Firmenlogo. Es lässt erkennen, wer die Nachricht sendet und hat einen hohen Wiedererkennungswert, je nach Bekanntheit der Marke. Damit das Logo Beachtung findet, sollte es korrekt platziert werden. Die Standardplatzierung ist die rechte untere Ecke, allerdings ist hier Flexibilität von Vorteil. Verlangt das Design eine andere Positionierung, sollten Sie nicht darauf beharren, das Logo unten rechts zu lassen.

Größen und Farben richtig wählen

Wer für zusätzliche Reize sorgen möchte, kann sich die Stärke von großen Darstellungen zunutze machen. Größere Darstellungen, z. B. von Produkten, erzeugen Aufmerksamkeit und wirken aktivierend.

Auch Farben bilden zusätzliche visuelle Reize. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass Farben Bedeutungen tragen. So steht rot beispielsweise für Emotionen wie Liebe oder Hass, blau vermittelt Ruhe und Seriosität.

Mit Bildern für Aufmerksamkeit sorgen

Kein Element eignet sich besser als Eyecatcher als ein gezielt ausgewähltes Bild. Fotos erzeugen Aufmerksamkeit und werden vom Gehirn schnell verarbeitet. Da Bilder Emotionen hervorrufen, können sie Gefühle wiedergeben oder erzeugen. Außerdem erinnern sich Rezipienten viel besser an Bilder als an Worte. Bei der Auswahl eines Bildes sollten Sie folgende Aspekte beachten:

  • Das Motiv muss klar im Vordergrund stehen und sich deutlich abheben, damit es sofort erfasst werden kann.
  • Es sollte ein klares Hauptmotiv und nicht zu viele Nebenmotive geben.
  • Realitätsnahe Bilder steigern die Vorstellungskraft des Rezipienten („Wäre das etwas für mich?“ oder „Könnte ich das sein?“)

Emotionen transportieren

Eine gelungene Printanzeige sollte Rezipienten emotional ansprechen. Der Begriff „Human Interest“ beschäftigt sich mit der Wirkung von Menschen auf andere Menschen. Gesichter anderer Menschen scheinen im Gehirn für besonders viel Aufmerksamkeit zu sorgen. Die Devise „Sex Sells“ erzielt in einigen Bereichen mit Sicherheit den gewünschten Effekt, im B2B-Bereich ist sie aber nicht angemessen. Hier gilt: Vorsicht bei der Auswahl der Motive. Schließlich kann zu viel Haut sehr schnell unprofessionell wirken.

Anzeigentext korrekt formulieren

Der Text einer Anzeige sollte einige konkrete Ziele verfolgen: Zunächst sollte die Headline spannend sein und zum Weiterlesen anregen. Der Haupttext sollte den Leser mit relevanten Informationen zum beworbenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung geben. Mit professionellen Formulierungen signalisiert ein Unternehmen die Expertenstellung in einer Branche. Die Wiederholung von USPs erzeugt ein stimmiges Bild über alle Kommunikationskanäle. Die Schriftart und das Layout sollten zum Gesamtentwurf passen. Außerdem sollte der Text eine Aufforderung enthalten, die wiedergibt, was vom Leser erwartet wird (z. B. „Entdecken Sie die neue Produktvielfalt auf www….de“).

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Alle Tipps für Ihre Anzeigengestaltung im Überblick:

  • Legen Sie ein Budget fest und verfolgen Sie bei jeder Anzeige, ob die Maßnahme erfolgreich war.
  • Wählen Sie die richtige Plattform aus (Print, Online) und überprüfen Sie bei Zeitschriften und Zeitung die Mediadaten.
  • Beschäftigen Sie sich intensiv mit dem “wie” und legen Sie Wert auf relevante Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen und Interesse hervorrufen.
  • Beobachten Sie Ihre Wettbewerber und finden Sie heraus, auf welchen Plattformen unbedingt geworben werden sollte und wo es eventuell Nischen gibt.
  • Ziehen Sie regionale Werbung in Betracht, um die Streuverluste gering zu halten und Kosten zu sparen.

 

Fazit

Mithilfe einiger Tricks lassen sich relativ einfach gelungene Anzeigen erstellen. Der Aufbau kann einem klassischen Muster folgen, das Logo sollte gut erkennbar sein. Mit Bildern und Farben ziehen Anzeigen Blicke auf sich. Aber Vorsicht: Aufmerksamkeit ist nicht alles. Die inhaltlichen Aspekte müssen für die Zielgruppe relevant sein, sonst verpufft die Wirkung in Sekundenschnelle – und mit ihr Ihr Budget.

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Autor

Birgit Weber
Birgit Weber

Birgit Weber ist als Redakteurin im B2B Manager tätig. Sie trainiert und berät seit mehr als zehn Jahren Unternehmen hinsichtlich ihrer Marketing- und Vertriebsstrategien und zählt zu den geschätzten Sprecherinnen auf B2B-Messen. Neben ihrer Autorentätigkeit ist Birgit Weber Leiterin eines Institutes für Rhetorik, Persönlichkeitsentwicklung und Zukunftsplanung.

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